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Peter Bastian Architekten BDA
 
                                 

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Erläuterungen zum Entwurf

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1. Entwurfs- /Architekturkonzept (Leitidee / Beschreibung des Entwurfskonzeptes)

- Erweiterung der Paul-Gerhard-Realschule und Erweiterungsbau der Sekundarstufe II im Duktus der
bauzeitlichen Typologie und Geschossigkeit
- Ergänzung der innerstädtischen Blockstruktur unter Beibehaltung der Dreigeschossigkeit
- Markierung und Fassung der Jüdefelder Strasse
- Beibehaltung bzw. Stärkung des Solitärstatus der Überwasserschule
Der vorliegende Entwurf basiert auf einer strengen modularen Ordnung, die aus dem Bestand und
verschiedenen vorgegebenen Funktionsbereichen und Bauabschnitten differenziert abgeleitet wird.
Gleichzeitig wird durch den Ansatz, auf dieser modularen Ordnung möglichst kompakte und
zusammenhängende Baukörper zu entwickeln, das Bestreben nach einem wirtschaftlichen und
energiesparenden Grundlayout unterstrichen.


2. Städtebauliche Einbindung, Gebäudeform, Geschossigkeit, Äußere Erschließung

Schulerweiterung Sekundarstufe I, 1. Bauabschnitt
Der dreigeschossige, 11,25 m breite Bauabschnitt der Schulerweiterung schließt an der Westseite der Paul-
Gerhard-Realschule an und folgt dem bzw. ergänzt den Blockrand der Jüdefelder Straße an Stelle eines
wesentlich kleineren und kürzeren bestehenden Bauteils an gleicher Stelle.
Neubau der Sekundarstufe II und Zweifachsporthalle, 2. Bauabschnitt
Der Neubau Sek.II und Zweifachsporthalle, wird nördlich der Überwasserschule positioniert und gliedert sich in
einen dreigeschossigen 11,25 m breite Kopfbau der ebenfalls den Blockrand zur Jüdefelder Strasse aufnimmt
und parallel versetzt zum 1. Bauabschnitt steht, sowie einem anschliessenden zweigeschossigen Flachdach-
Baukörper der die Zweifachsporthalle aufnimmt. Dieser zweigeschossige Bauteil bildet gleichzeitig die
nördliche Platzkante des östlich vor der Überwasserschule liegenden Freiraums.


3. Äußere Erschließung

3.1 Zufahrten auf dem Grundstück:

Folgende PKW Zufahrten zum Schulgelände sind vorgesehen:
- von Süden aus über die bestehende TG-Zufahrt von der Frauenstrasse aus, von hier werden weiterhin
- fünf Außenstellplätze erschlossen
- von Norden über die Jüdefelder Strasse zu sechs neuen Stellplätzen nördlich der Sporthalle (2. BA).
- von Süden die Jüdefelder Strasse zur Erschließung des südlichen Schulhofes über eine Durchfahrt im
- Neubau (1.BA).
- von Osten über den Katthagen zur Erschließung der sechs neuen Stellplätzen nördlich der Sporthalle (2. BA).
- auf der Nordseite der Sporthalle 2. BA befinden sich außerdem die Fahrradstellplätze.
- Die Jüdefelder Strasse wird im Bereich der Schule für den PKW-Verkehr gesperrt.

3.2 Feuerwehrzufahrt

Die Gebäude werden über die bestehenden Feuerwehrzufahrten, sowie über die Jüdefelderstraße (von der
Feuerwehr komplett befahrbar) von Feuerwehrfahrzeugen erreicht. Aufstell- und Bewegungsflächen sind im
Wettbewerbsentwurf ausreichend vorhanden.

3.3 Eingänge

Sek I:
- Altbau Paul-Gerhard-Realschule über den Verbindungsbau zum Neubau
- Überwasserschule über den östlichen Vorplatz
- Verwaltung über den bestehenden nördlichen Eingang der Jüdefelder Strasse
Sek II.
- über den östlichen Vorplatz der Überwasserschule
Alle Eingänge werden barrierefrei ausgeführt.


4. innere Erschließung

Altbau Paul-Gerhard-Realschule
Die bestehende innere Erschliessung wird beibehalten, der Erweiterungsbau wird einhüftig über den
geschwungenen Verbindungsbau erschlossen.
Überwasserschule
Die bestehende innere Erschliessung wird beibehalten
Neubau Sek.II
Der Schulteil wird einhüftig über die Innenecke erschlossen
Die Sporthalle wird über das Eingangsfoyer vom Überwasserschulvorplatz aus erschlossen.
Die innere Erschliessung ist vollständig barrierefrei konzipiert.


5. Ver- und Entsorgung

Die Ver- und Entsorgung wird über die Zufahrten unter 3.1, sowie die Eingänge unter 3.3 sichergestellt.
Die Sporthallenanlieferung erfolgt über einen Zugang auf der Sporthallennordseite


6. Funktionalität der Nutzung

Der erste Erweiterungsneubau beinhaltet im Erdgeschoss die Kantine die somit eine Zentrale Lage inmitten
der verschiedenen Gebäudeteile der Gesamtschule Münster-Mitte erhält, sowie in den beiden
Obergeschossen acht Klassenräume, sechs Gruppenräume sowie zwei Differenzierungsräume.
Der geschwungene Verbindungsbau zum Hauptbaukörper der Paul-Gerhard-Realschule wird geometrisch neu
arrondiert und stellt im Erdgeschoss den Haupteingang der Sekundarstufe I dar.
In den beiden Obergeschossen nimmt der Verbindungsbau die Lerninseln auf.
An den Bestandsgebäuden der Paul-Gerhard-Realschule und der Überwasserschule werden ansonsten keine
äußeren Veränderungen oder Erweiterungen vorgesehen. Das geforderte Raumprogramm wird durch
punktuelle innere Veränderungen nachgewiesen.
Im zweiten Bauabschnitt werden die Turnhalle sowie insgesamt 18 Unterrichtsräume, sowie die notwendigen
Funktionsräume untergebracht.


7. Materialien

Die Materialität der Fassaden orientiert sich am Bestand der Paul-Gerhard-Realschule
Roter Klinker, Sichtbetonlisenen, graue Aluminiumfenster.
Um den Verglasungsanteil zu reduzieren werden die Öffnungsflügel als geschlossene Iso-Paneele
vorgeschlagen.


8. Konstruktion, Bauweiten Stützhöhen

Eingriffe in die Bestandsgebäude erfolgen schonend und ausschließlich punktuell.
Ergänzungen im Tragwerk werden in der gleichen Materialität wie im Bestandsgebäude durchgeführt.
Neubau Sek.I
Der Neubau übernimmt statisch die Konturen des bestehenden Gebäudes. So können die Aufwendungen für
erforderliche Gründungen minimiert werden. Der Neubau wird stützenfrei mit weitgespannten Bindern errichtet.
Dadurch wird einerseits jede Bestuhlung und Aufbau von Bühnen möglich und andererseits im Obergeschoss
die Idee der flexiblen Lernzonen optimiert.
Neubau Sek.II
Die Konstruktion des Daches der Turnhalle erfolgt mit vorgespannten Stahlbetonbindern. Die Errichtung einer
wirtschaftlichen Konstruktionshöhe wird durch die architektonische Gestaltung der Höhe des Daches
begünstigt. Die Gesamtstabilität der Gebäude wird durch die neu zu errichtende Treppenraumkerne und neu
zu errichtende Stahlbetonwandscheiben gewährleistet.
Die Geschosshöhen der Neubauten orientieren sich mit 3,60 m am Bestand der Paul-Gerhard-Realschule um
barrierefrei Übergänge zu schaffen.
Die baukonstruktive Ausführung ist auf einen Heizenergiebedarf von 20 kwh/qm/a ausgelegt.


9. Freianlagenplanung

durch die Arrondierung von Alt- und Neubauteile ergeben sich insgesamt vier Freibereiche
- die bestehenden beiden Schulhöfe auf der West- und Südseite des Altbaus Paul-Gerhard-Realschule
werden erhalten und bei Bedarf neu gestaltet.
- der Bereich Jüdefelder Strasse mit den Vorzonen vor den beiden Altbauten Paul-Gerhard-Realschule
und Überwasserschule, sowie den beiden dreigeschossigen Neubauten wird als neuer zentraler Schulhof
neu gestaltet. Dabei wird die Breite der Jüdefelder Strasse gestalterisch markiert.
- Der östliche Vorplatz der Überwasserschule wird neu gefasst und als Schulhof vor allem der Sek. II neu
gestaltet. Die Verbindung zum Katthagen erfolgt über eine Rampe mit 3% Gefälle ohne Podeste. Im
südlichen Bereich des Vorplatzes wird der Spielplatz neu eingerichtet.


10. Brandschutz

Sek.I
Im ersten Bauabschnitt befindet sich die Mensa, die auch als Aula genutzt wird. Die Sonderbauverordnung Teil
1 – Versammlungsstätten, findet Anwendung.
Durch die angemessene Erhöhung der Rettungwegsbreiten und Führung der Rettungswege aus der Mensa
direkt ins Freie, kann auf einen Bestuhlungsplan verzichtet werden. Unterschiedliche Veranstaltungen sind so
möglich.
Die Rettungswege aus der Versammlungsstätte werden unabhängig von den Rettungswegen aus den
Klassenräumen geführt.
Neben der konventionellen Ausbildung von Fluren in den Obergeschossen ist eine Anordnung von
großflächigen Lernzonen (< 400 m_) denkbar. Jede Nutzungseinheit im Obergeschoss verfügt über einen
eigenen baulichen Rettungsweg ins Freie; so sind flexible Raumaufteilungen möglich, die auch in der Zukunft
individuelle Lernkonzepte ermöglichen.
Zur Sicherstellung eines schonenden Umgangs mit der Bestandskonstruktion wird im Altbau die konventionelle
Raumplanung mit einem notwendigen Flur beibehalten.
Grundsätzlich werden in allen Gebäudeteilen die vertikalen Rettungswege baulich sichergestellt.
Sek.II
Auf Grund der Geländetopographie sind Teile der Turnhalle unterirdisch angeordnet. Die Planung sieht vor,
dass die Rettungswege aus der Turnhalle jeweils zu ebener Erde direkt ins Freie führen.
Die Turnhalle stellt in Verbindung mit den Umkleideräumen einen Brandabschnitt dar. Oberhalb der Turnhalle
befinden sich die Funktionsräume und Klassenräume der Sekundarstufe II.
Die Funktionsräume und die Räume mit erhöhter Brandlast (Mensa / Küche und Chemieräume) für beide
Gebäudeteile werden vorzugsweise im Erdgeschoss bzw. zur Jüdefelderstraße hin angeordnet.
Rettungswege aus den Klassenräumen werden unabhängig von den Rettungswegen der Turnhalle geführt.
anlagentechnischer Brandschutz:
Über die Anforderungen aus der Schulbaurichtlinie hinausgehende Forderungen an anlagentechnische
Brandschutzmaßnahmen werden nicht gestellt.
abwehrender Brandschutz:
Durch die vorliegende Planung werden die Aufwendungen des baulichen Brandschutzes minimiert. Zusätzliche
Kosten auf Grund des vorbeugenden anlagentechnischen Brandschutzes sind nicht zu erwarten. So ordnet
sich der erforderliche vorbeugende Brandschutz der Gestaltung des Gebäudes angemessen unter.


Peter Bastian