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Peter Bastian Architekten BDA
 
                                 

Wohnhäuser Jakobipark Coesfeld

Wettbewerb
1. Preis, 2011

           

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Erläuterungen zum Entwurf

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Städtebauliche Einbindung

Der Jakobi-Park befindet sich im zentralen Innenstadtgebiet Coesfelds - optimal gelegen zwischen dem Altenpflegeheim an der Ritterstraße, der reinen Wohnnutzung an der Kellerstraße, dem Krankenhaus mit Ärztehaus, der Fußgängerzone und dem Liebfrauenpark. Der Entwurf nimmt das Motiv des geschlossenen Kirchhofs auf und schafft durch einheitliche Materialität und Farbigkeit ein Ensemble mit der denkmalgeschützten St.Jakobikirche.
Parallel zur Kirche gestellte und entlang der Grundstücksgrenze abgestaffelte Wände folgen den auf einer modularen Maßordnung basierenden Wohnhäusern.
Zur Ritter- und Kellerstraße gibt sich die Hausgruppe geschlossen, in Ost-Westrichtung sind die Häuser großzügig geöffnet. Der so geschaffene Innenhof wird zwischen den Gebäuden durch Hecken in private Gärten und einen halb-öffentlichen Park mit Spazierwegen und einem Boule-Feld gegliedert. Neben einem Zugang auf der Südseite der Kirche kann der Park auch über die Nord-Westseite des Kirchenareals erreicht werden. Hier behalten auch in Zukunft Gastronomie und Kinderspielplatz ihren Raum, gegliedert durch eine neue, zeitgemäße Fassung.Der Kirchvorplatz wird von Barrieren befreit und bildet eine platzartige Erweiterung der Fußgängerzone. Der Jakobi-Park zeichnet sich durch eine Mischung aus altem und neuem Baumbestand aus.


Gestaltung

Die massiv wirkenden Kuben strahlen mit den geöffneten Fassaden auf der Ost- und Westseite eine offene Leichtigkeit aus. Das Spiel zwischen massiven, geschlossenen Flächen und den großzügigen Öffnungen, sowie die klare Gliederung der Fassade ermöglichen die Ablesbarkeit der Wohneinheiten und garantieren somit eine leichte Orientierung im Gebäude. Die Häuser und die grenzbegleitenden Wände sind aus einem Ziegelmauerwerk, das in Format, Material und Farbigkeit dem der Jakobi-Kirche gleicht. Aluminium-Fenster und Fassadenelemente gewährleisten dauerhafte, wartungsarme Qualität.
In den Wohnungen sorgt das Echtholzparkett in Räuchereiche aus heimischem Holz für eine behagliche Wohnatmosphäre. Die Bäder erhalten durch den hochwertigen Natursteinboden "Jura deutsch grau" eine angenehm helle Erscheinung.


Erschließung

Die Häuser werden jeweils über einen östlich gelegenen Eingang separat erschlossen. Auch die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt an der östlichen Seite des Entwicklungsbereiches. Begleitend zur Tiefgarage führt ein abgesetzter Fußweg zu den öffentlichen Stellplätzen die dort als Ergänzung zu den Stellplätzen an der Ritter- und der Beguinenstraße untergebracht sind.


Konstruktion

Die Häuser werden in Massivbauweise errichtet. Die Außenwände werden als zweischaliges Mauerwerk erstellt und entsprechen den energetischen Anforderungen. Sämtliche Decken sowie die Aufzugschächte sind aus Stahlbeton gefertigt. Die Ausführung der Keller der einzelnen Häuser erfolgt - falls erforderlich - in WU-Beton.


Nachhaltigkeit

Das wirtschaftliche und energiesparende Grundlayout der fünf Häuser des Jakobiparks wird durch die kompakten Baukörper unterstrichen. Grundrissorganisation und Materialität schaffen unter den städtebaulichen Rahmenbedingungen ein architektonisch hochwertiges Gebäudeensemble. Durch die Fachplaner wurde mit Hilfe umfangreicher Vorstudien ein besonders nachhaltiges Energiekonzept erstellt. Alle Häuser werden durch ein gemeinsames Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt. Durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt dieses Kleinstkraftwerk auf besonders effiziente Weise eine Gesamtleistung von voraussichtlich 112 kW.
Eine mögliche Spitzenlast wird über einen gasbefeuerten Brennwertkessel abgedeckt. Die geplante Anlage hat über 30% geringere CO2-Emissionen gegenüber der verglichenen Solaranlage mit Brennwertkessel und stellt damit ihre zeitgemäße Nachhaltigkeit unter Beweis.