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Peter Bastian Architekten BDA
 
                                 

Kirchenwohnungen in der Markuskirche

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Eingeladenes Gutachterverfahren 2013

             

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Kirchenwohnungen Markuskirche

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Erläuterungen zum Entwurf

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Erläuterungstext

Aufgrund von Strukturveränderungen innerhalb der Kirchengemeinde wurde die gottesdienstliche Nutzung der Markuskirche aufgegeben. In die unter Denkmalschutz stehende Kirche sollen, mit Einbezug des Obergeschosses des an der Südseite der Kirche angebauten Gemeindehauses, Wohnungen integriert werden.
Die Erfüllung sämtlicher funktionaler und ästhetischer Anforderungen und ein behutsamer Eingriff in den Bestand sind die Leitgedanken der Entwurfslösung.
Die Einbauten im Kirchenraum basieren auf der statischen Struktur des Kirchenbaues. Auf drei Ebenen befinden sich neun barrierefreie und förderfähige Wohnungen sowie das Gästezimmer, zwei weitere Wohnungen befinden sich im Obergeschoss des Gemeindehauses.
Die Haupterschließung erfolgt über die an der Nordseite der Kirche verlaufende Biele Straße. Über das Eingangsfoyer mit freistehender Treppe und Aufzug werden alle Wohnungen barrierefrei erschlossen. Durch eine großzügige Dachflächenverglasung wird der Eingangsbereich und die angrenzenden Flächen, zu einem hellen und freundlichen Aufenthaltsort, der den Bewohnern als Treffpunkt dient. Die barrierefreie Erschliessung mittels Rampe erfolgt über die bestehende Rampe im Innenhof, bei Bedarf kann der Eingangsbereich an der Bieler Strasse über eine Lifteranlage ebenfalls barrierefrei ausgeführt werden.
Angrenzend an das Foyer sind die dienenden Funktionen der Hausgemeinschaft angeschlossen. An der Westseite liegt ein multifunktional nutzbarer Gemeinschaftsbereich mit Teeküche und Bibliothek. Das erhaltene Markusfenster kann hier über den Luftraum angeschaut werden und wirft einen freundlichen Lichtschein in die Räumlichkeiten. Das Foyer kann dem Gemeinschaftsbereich zugeschaltet werden. Im Bereich des ehemaligen Treppenhauses, als Erschließung der Südempore, befinden sich die Werkstatträume, ein Abstellraum sowie der Hausanschlussraum. An der Südseite, mit barrierefreier Erschließung vom Kirchplatz, befindet sich der Abstellraum für Fahrräder und E-Mobile, außerdem die Waschküche und ein weiterer Abstellraum für die Bewohner.
Die Grundgliederung der Nordfassade wird übernommen. Lediglich die Brüstungshöhe wird bis auf Erdgeschossniveau reduziert. Die Gewände der Fenster bleiben weitestgehend erhalten, die horizontalen Teilungen werden entsprechend der Geschoßigkeit angepasst. Die zwischen den Gewänden liegenden Balkone stellen sich durch Materialität und Farbe zurück. Dieses Motiv wird entsprechend an Süd- und Westseite übernommen. Das Emporenfenster an der Ostseite der Kirche bleibt in seiner Größe unverändert, die vertikale Einteilung wird im Bereich des neuen Obergeschosses bzw. 1. Obergeschosses angepasst. Alle Wohnungen erhalten bodentiefe Fenster.
Die vermietbaren Flächen der Wohnungen liegen zwischen 41m2 und 88m2. Entsprechend dieser Größen besitzen die Wohnungen zwei bis vier Zimmer, zuzüglich dienender Räume wie Küche, Garderobe, Bad und Abstellmöglichkeiten. Alle im Kirchraum geplanten Wohnungen orientieren sich in zwei Himmelsrichtungen und verfügen über private Balkone, die im Erdgeschoss angesiedelte Wohnung erhält eine Terrasse.
Die im Obergeschoss des Gemeindehauses befindlichen Wohnungen könnten, hinsichtlich der Förderfähigkeit nach den geltenden Wohnraumförderbestimmungen (WFB), ebenfalls mit Balkonen versehen werden.
Die Stellplätze der Bewohner liegen an der Westseite des Gemeindehauses, zu erreichen über die Straße „Am Schlagbaum“. Weitere öffentliche Parkplätze befinden sich seitlich des ehemaligen Kirchplatzes. Die neue Gestaltung der Außenanlagen bildet einen ruhigen, zentralen, vor den öffentlichen Einrichtungen gelegenen, Vorplatz.
Die Einbauten im Kirchenraum sind als Massivkonstruktion geplant. Die energetischen Anforderungen hinsichtlich der Förderfähigkeit nach EnEV2009, werden durch eine Innendämmung der Bestandswände des Kirchenraumes mit Calciumsilikatplatten erfüllt.