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Peter Bastian Architekten BDA
 
                                 

Neubau des intergenerativen Zentrums

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Erläuterungen zum Entwurf

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Erläuterungstext


Sinnbildlich für die inhaltliche Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Stadt bildet das Intergenerative Zentrum eine neue Trias mit der St. Viktor-Kirche und dem Rathaus.
Auf der Rathaus-Ostseite schließt das eigentliche IGZ an. Es bildet mit dem Rathaus einen gemeinsamen Hof und orientiert sich an dessen Geometrie. Die Verlängerung der Schulgasse trennt das IGZ vom neuen Wohngebäude der Kirchengemeinde. Es bildet zusammen mit den Häusern entlang der Münsterstraße städtebaulich einen neuen Block. Auf der Nordseite über den Bült wird die gemeinsame Tiefgarage erschlossen. Südlich des Wohnhauses entsteht der neue Kindergarten.
Das 2-3-geschossige Gebäude ordnet sich dem prägenden Bestand und vor allem der Kirche unter.

Das Intergenerative Zentrum ist als zwei- bzw. dreigeschossiger Massivbau konzipiert. Der Baukörper ordnet sich durch eine klare, baulich zurückhaltende Formensprache in die vorhandene städtebauliche Situation ein.
Die Orientierung des Forums und Hofes zur St. Viktor-Kirche stärkt die visuelle Kommunikation zwischen dieser und dem IGZ.

Der vorliegende Entwurf basiert auf einer strengen modularen Ordnung, die aus den verschiedenen erforderlichen Funktionsbereichen differenziert abgeleitet wird. Gleichzeitig wird durch den Ansatz einen möglichst kompakten und zusammenhängenden Baukörper zu entwickeln, das Bestreben nach einem wirtschaftlichen und energiesparenden Grundlayout unterstrichen. Die Planung des Gebäudes ist auf einem Bandrastermodul von 1,74m/0,20m in beide Richtungen aufgebaut, entsprechend einem Achsmaß von 1,94m und übernimmt somit das Rastermaß des Rathausbestandes.

Die Fassaden des Baukörpers leben durch ein Wechselspiel von geschlossenen und offenen Flächen, geleitet sowohl durch die städtebauliche Orientierung als auch durch die Grundrissorganisation.
Die sorgfältig gegliederte Gebäudehülle besteht aus einer roten Klinkerfassade und großflächigen Fassadenöffnungen welche mit Sichtbetonelementen gerahmt und sich so in das bestehende, durch Sandstein und rotem Backstein geprägte Stadtbild einfügt.

Das IGZ teilt sich in drei übergeordnete Organisationen, die sich auf drei Geschosse verteilen. Das Forum bildet mit den beiden Veranstaltungsräumen im 2-geschossigen Verbindungsbau zwischen Rathaus und dem parallelem Ost-Schenkel das Zentrum des IGZ. Das Forum öffnet sich hin zur St. Viktor-Kirche und wird ergänzt durch einen frei bespielbaren Innenhofe, der sich zwischen Rathaus und Ost-Schenkel spannt. Die Bereiche der Intergenerativen Arbeit verteilen sich auf dem 1. und 2. Obergeschoss. Die Bereiche Verteilerküche und Esszimmer befinden sich im Erdgeschoss angeschlossen an das Forum und laden somit zum Verweilen und kommunizieren ein, dies nicht zuletzt durch die großzügige offene Treppenanlage. Einige Räumlichkeiten, die den „Verwaltungsräumen“ angehören, jedoch der Öffentlichkeit zugänglich sein müssen, werden im Rathausnordflügel im Erdgeschoss platziert. Weitere Räume befinden sich im zweiten Obergeschoss. Der St. Anna-Kindergarten wurde an den östlichen Grundstücksbereich parallel zur Kirchgasse verschoben, um dem Kindergarten einen großzügigen Außenbereich mit Blick auf St.Viktor zu geben. Die Kita verteilt sich auf drei Geschosse, wobei sich die vier Gruppen auf dem Erdgeschoss und 1. Obergeschoss befinden. Durch den Geländeversprung haben beiden Geschosse die Möglichkeit durch eine kleine Treppenanlage in den Außenbereich zu gelangen. Durch einen Verbindungsgang gelangen die Kindergartenkinder in das IGZ - Dülmen, um dort die offenen Angebote des IGZ und deren Räumlichkeiten zu nutzen.

Die Pfarrerwohnungen werden gegenüber des IGZ Ost-Flügels nahe der St.Viktor-Kirche positioniert und verfügen über einen separaten Zugang.

Eine Tiefgarage unter Ausschluss des 2. BA führt nicht zu den erforderlichen Plätzen. Daher hat der Verfasser schon jetzt eine Tiefgarage vorgeschlagen um die notwendigen Plätze zur Verfügung zu stellen. Möglich ist aber auch eine Errichtung einer kleineren Tiefgarage welche über den Straßenraum mittels einer Rampe erschlossen wird.

Die Außenanlagen werden mit einem Pflasterstein aus Porphyr erstellt und flächenbündig verfugt, um einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer zu gewährleisten. Das Format orientiert sich an dem bestehenden Pflaster der Umgebung.

Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Sole-Wasser Erdwärmepumpe (Geothermie). Ein Gas-Brennwertkessel dient zusätzlich der Spitzenlastabdeckung. Mittlerweile hat sich diese Art der Wärmeerzeugung bewährt und etabliert. Durch niedrigen Wartungsaufwand und hohe Effizienz werden die Nutzungskosten niedrig gehalten.
Für die Wohnungen kann zur Brauchwarmwasserbereitung zusätzlich Solarthermie sinnvoll sein.
Aufgrund geschickter Grundrissanordnung können alle wesentlichen Räume natürlich belüftet werden.
In Abstimmung mit dem Nutzer kann aber auch ein Konzept zur mechanischen Belüftung erstellt werden. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit sollte diese dann zwingend mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet werden.
Nach Prüfung der geologischen Verhältnisse kann die Geothermie zur Nutzung als Wärmequelle und zur freien Kühlung im Sommer kostengünstig herangezogen werden.
Der mögliche Einsatz eines Lichtmanagementsystems maximiert die Stromersparnis durch tageslichtabhängige Steuerung mit gleichzeitiger Präsenzkontrolle.
Die Lamellennachführung des Sonnenschutzes erfolgt sonnenstandsabhängig zur Optimierung der Tageslichtausbeute bei gleichzeitigen Schutz vor Blendung.

Zur Minimierung der Lebenszykluskosten dient ein grundsätzlicher Verzicht auf wartungs- und pflegeintensive (Gebäude-)Techniken und Materialien.
Vor der Konkretisierung der weiteren Planung wird mit den verschieden Nutzern ein genaues Nutzungs- und Bewirtschaftungskonzept erstellt um durch präzise eingegrenzte Anforderungen und Verantwortungen die Kosten während der Nutzungsphase (ca. 75% der gesamten Lebenszykluskosten) früh genug zu senken.
Flexibel nutzbare Flächen machen dann auch kurzfristige Nutzungsänderungen möglich.
Fortlaufendes Monitoring und Vergleichen aller Wirtschaftlichkeitskennwerte (Benchmarking) im Gebäudebetrieb sorgt für nachhaltige Kontrolle der Lebenszykluskosten.