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Peter Bastian Architekten BDA
 
                                 

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Erläuterungen zum Entwurf

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An der Nahtstelle zwischen Bahnhof und Hiltrup´s Haupteinkaufsstraße „Marktallee“ entsteht das neue Einkaufzentrum. Der Edeka Markt legt sich an der nördlichen Grundstücksgrenze längs vor die steile Böschung der Brückenrampe. Die Kopfseite im Westen rückt zurück und gibt so den Blick frei auf offene und bequeme Stellplätze sowie ein weiteres Gebäude.

Dieses hat im Erdgeschoss zwei Fachmärkte und in den beiden Obergeschossen zwölf Maisonette-Wohnungen. Die Erschließung der Tiefgarage für Bewohner und Mitarbeiter erfolgt über eine Rampe an der Westseite des Gebäudes.

Beide Baukörper begrenzen eine Vorplatzsituation an der nordwestlichen Grundstücksecke.

Dieser Bereich fungiert als Gelenk für die wichtige Verbindung zwischen Marktallee und dem Bahnhof Hiltrup bzw. der ÖPNV-Station. Die weitere Wegeführung über das Grundstück erfolgt über eine Allee in Ost-West-Richtung gefasst durch eine parallele Baumreihe gegenüber der Außenwand des Supermarktes.

Am östlichen Ende dieser Wand gibt es einen separaten Zugang zur Getränkeabteilung und den Leergutautomaten. An der Nord-Ost-Ecke erfolgt die Anlieferung, Rangiermöglichkeiten sind durch die Wendeschleife des ÖPNV vorhanden. Die Anlieferung kann nach Fleisch und sonstigen Gütern getrennt erfolgen. Auch Müllcontainer und Leergut finden in der Anlieferzone Platz.

Im Westteil des Supermarktes liegt der Eingang, großzügig markiert durch einen Arkadengang der zur Südfassade herumgeführt wird. Im Eingangsbereich wird ein Café/ eine Bäckerei für Außengastronomie sorgen und so das Entree zusätzlich beleben.

Das gegenüberliegende Gebäude nimmt das Arkadenmotiv auf und bietet so eine überdachte Schaufensterfront für die beiden Fachmärkte.

Durch eine durchgehende Gestaltung der Böden und Flächen durch Aufnahme des Bandrasters werden beide Bestandteile des Ensembles zusammengebunden.

Richtung Norden erscheint das Fachmarktgebäude vor allem durch die große geschlossene Mauerwerksfläche in den beiden Obergeschossen dem städtebaulichen Maßstab angemessen.

Dahinter verbirgt sich eine kleinteiligere, offene Wohnnutzung mit Maisonette-Wohnungen auf Ost- und Westseite eines gemeinsamen Innenhofs. Die geschlossene Wand Richtung Norden dient vor allem dem Schall- und Sichtschutz.

Es ist im Rahmen der städtebaulichen Bedingungen eine hochwertige Lösung in Bezug auf die Grundrissorganisation und die Materialität geplant worden, die auch aufgrund ihrer Flexibilität bei der Gestaltung der Wohnungen eine hohe Wirtschaftlichkeit aufweist.

Das Bandmodul ist in der Fassade als Gestaltungsprinzip ablesbar. Die modulare Bauweise erlaubt in der Konstruktion den größtmöglichen Einsatz von Fertigteilen mit einer maximalen Wiederholungsrate damit wird dem Wunsch des Auslobers nach einer wirtschaftlichen Bauweise Rechnung getragen. Die elementierte Fassade besteht aus scharfkantigen, geschliffenen Betonwerksteinfertigteilen in Kombination mit sandfarbenen Klinkerflächen.

Der vorliegende Entwurf basiert auf einer strengen modularen Ordnung, die aus den verschiedenen erforderlichen Funktionsbereichen differenziert abgeleitet wird. Gleichzeitig wird durch den Ansatz möglichst kompakte und zusammenhängende Baukörper zu entwickeln, das Bestreben nach einem wirtschaftlichen und energiesparenden Grundlayout unterstrichen. Die Planung der Gebäude ist auf einem Bandrastermodul von 2,25m/0,25m in beide Richtungen aufgebaut, entsprechend einem Achsmaß von 2,50m.


Robert Bastian